Philosophie

Im Sommer 2008 – gerade als eine Finanzkrise die Märkte und auch unsere Kunden wieder einmal verunsicherte – wanderte Rolf Kieckebusch mit seiner Familie ein paar Tage in den Pyrenäen ... mit zwei Eseln. Dieser kurze Trip war ausreichend, um einige bemerkenswerte Erfahrungen zu machen. Auch mit den Eseln.

Wenn wir als Team bei KIRIX die Wahl hätten, mit einem schönen Rennpferd oder einem Esel verglichen zu werden, dann bevorzugten wir doch ein rassiges Rennpferd. Bei näherer Betrachtung wird allerdings schnell klar: Diese Analogie stimmt nicht, denn wir sind eher Esel.

Das Rennpferd ist wohl das am häufigsten benutzte Sinnbild für eine Vermögensverwaltung. Ist es doch edel, schnell und verspricht hohe Prämien bei einem Sieg. Der Esel hingegen nimmt an keinen hochdotierten Rennen teil. Er gewinnt weder Preise noch eine Schlagzeile für seine Leistung.

Jedoch, wie oft gewinnt ein Rennpferd ein Rennen? Was ist mit all den anderen Pferden, die nicht den Siegerkranz erhalten? Und wie sieht die Kosten-Nutzen-Bilanz eines Rennpferdes aus, wenn es abdanken muss? Im Gegensatz zum Esel ist die durchschnittliche Bilanz dieser Einhufer jämmerlich. Der Esel kann durchaus mit 35 Jahren noch seinen Arbeitseinsatz leisten. Er ist genügsam und kostet im Unterhalt nur einen Bruchteil dessen, was man für ein Rennpferd investieren muss. Dazu kommt, dass ein Esel robust ist und kleine Widrigkeiten gelassen wegstecken kann. Er tut nur das was sicher ist, geht keine unnötigen Risiken ein und muss sich auch nicht mit anderen Eseln messen. Umsichtig, beharrlich, und ausdauernd erreicht er sein Ziel. Auf einen Esel kann man sich verlassen!